Dominik in Peru

auf der heimreise

geschrieben von dominik in Allgemein - 28 Sep, 2007

hola chicas & chicos,

Wir sind inzwischen vom wunderschoenen Lake Titicaca zurueckgekehrt. Der See an sich ist total faszinierend, mit schwimmenden Schilf-Inseln auf denen eine Ethnie lebt, mit div. Gruppen auf Festlandinseln bei denen wir uebernachtet haben und seeehr viel Ruhe. Dieser Platz ist nicht ohne Grund ein heiliger Ort in der Inka-Mythologie, ich war total gefesselt. Waere wohl auch ein guter Ort fuer einen retreat :) Leider hat Anita & mir die Hoehe garnicht gut getan, wir sind mit schwerer Hoehenkrankheit, Durchfall und leichtem Fieber zurueckgekehrt.

Wie das Schicksal so spielt sind wir aber dort einer deutschen Reisegruppe ueber den Weg gelaufen, welche mit deutsch-sprachigem peruanischen Schamanen als Reiseleiter unterwegs ist. Diese haben sich unserer angenommen und so haben wir die letzten zwei Tage mit dieser wirklich besonderen und sehr herzlichen & offenen Gemeinschaft verbracht. Tiefschuerfende Gespraeche, ehrlich gemeinte Anteilnahme und absolut gemeinschaftliches Er-leben und ent-wickeln standen hier im Vordergrund.

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Cuzco, Machu Picchu und Lake Titicaca

geschrieben von dominik in Allgemein - 25 Sep, 2007

Hola meine Lieben,

hmm, irgendwie bin ich internet und schreibfaul geworden in den letzten wochen :) aber heute ist es wiedermal so weit - es gibt ja auch einiges neues zu berichten.

Die gesamte letzte woche haben Anita und ich in Cuzco verbracht. Wirklich eine schoene Stadt und dank massivem Polizei-Aufgebot auch relativ sicher. Zumindest in der Innenstadt :) Wir waren mit Pferden bei den 4 nahe der stadt liegenden Inka-Ruinen, haben diverse Museen besucht und auch hier und da ein bisschen eingekauft *g*

Freitag & Samstag gings dann Richtung Machu Picchu. Eine ganz nette Zugfahrt brachte uns nach Aguas Caliente, der Touri-Stadt von wo aus jeder dann mit dem Bus rauffaehrt. Dort haben wir uebernachtet um am Samstag um 5:30 mit einem der ersten Busse (und unmengen anderer Touris) moeglichst frueh oben zu sein. Was beschreibt Machu Picchu am besten? Vielleicht "magisch, wunderschoen und bezaubernd" ? Wir haben den gesamten Tag dort oben verbracht, sind zwischen den Ruinen herumgewandert, waren 2h mit Guide unterwegs und sind auch auf Wayna-Picchu raufgeklettert, den Berg der am Hintergrund aller Fotos zu sehen ist. Und was fuer eine Aussicht und Ruhe uns dort oben erwartete - ein wunderschoenes erlebnis! Den 1 1/2h Aufstieg ueber steile Stiegen in 2600m Hoehe (=schnauf,keuch,japs) auf jeden Fall wert! Alles in allem ist Machu Picchu enorm beeindruckend und hat mir sehr sehr gut gefallen. Sogar die Touri-Massen haben mir das nicht vermiesen koennen!

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6 wochen Taricaya sind zu Ende und nun steht das peruanische Hochland am Programm

geschrieben von dominik in Allgemein - 17 Sep, 2007

Hallo meine Lieben,

so schnell gehts, sechs Wochen arbeiten in der Taricaya Lodge sind vorbei. Ich bin erstaunt wie schnell die Zeit an diesem wunderbaren Ort vergeht und wie viel ich dort gelernt habe. In der letzten Arbeitswoche habe ich gemeinsam mit Fernando fleissig an der EcoSan Toilette gebaut. Kleine Designveraenderungen gabs noch, ansonsten steht der Fertigstellung nichts mehr im Wege. Derzeit steht das Fundament und das grundlegende Design fuer die Kammern in denen sich die Exkremente zu feinstem Kompost veraendern werden. In den naechsten Wochen wird das ganze dann fertig gebaut, die Rohre verlegt und dann in Betrieb gesetzt. Bin schon sehr gespannt auf die Berichte die ich erhalten werde, bzw. die Fotos. Waren fuer mich sehr spannende Momente als die ganze Planerei endlich real wurde, die Ziegel und der Zement verarbeitet wurden und mir klar wurde: hey, das is auf meinem Mist gewachsen! Bin sehr dankbar dafuer dass die erste Umsetzung meiner Ideen mit so jemand interessanten, offenen, intelligenten und erfahrenen wie Fernando gelaufen ist.

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gruesse nach oesterreich

geschrieben von dominik in Allgemein - 8 Sep, 2007

hallo ihr lieben,

wie gehts den so? ich hab gehoert der sommer in oesterreich ist schon vorbei? schade eigentlich .....

wir schwitzen uns hier weiterhin bei 30+ grad und einer unertraeglich hohen luftfeuchte einen ab, wehren uns gegen mosquitos, sandfliegen und super aggressive wespen ... ansonsten sind wir damit beschaeftigt viele voegel zu beobachten, die experimentelle farm zu betreuen (diese woche wurde jede menge ingwer geerntet) und viel zu lesen und zu bloedeln. Achja, eine 2,5m lange Boa Constrictor haben wir in der stadt ueberantwortet bekommen und sie vorgestern freigelassen. Beachtliches tierchen, muss ich schon sagen :)

Gestern habe ich dann mit Fernando, dem Projekt-Manager die oekologische Sanitaeranlage durchgeplant und berechnet. Wir haben den platz ausgewaehlt, die technik adaptiert, die baumaterialien bestimmt und jede menge plaene gezeichnet. Jetzt uebers wochenende werden die fehlenden Teile gekauft damit wir naechste Woche mit dem bau der ganzen anlage beginnen koennen. Zusaetzlich haben wir gemeinsam an ideen gearbeitet wie dieser ansatz weitergegeben und adaptiert werden koennte, um zb. der indigenen gemeinschaft von letzter woche (palma real) kompost und duenger zu beschaffen. Diverse interessante ansaetze sind rausgekommen und ich habe fernando sehr inspiriert was hier alles moeglich ist. Im gegenzug hab ich bisher sehr sehr viel von ihm gelernt, jede unterhaltung mit ihm ist super spannend und sehr interessant. Super Mensch!

Mit Daniel, dem Biologen (spezialisiert auf Reptilien und Amphibien) habe ich auch viel geplaudert und viele interessante dinge erfahren. Er war beispielsweise teil der assessment group welche den status der amphibien & reptilien in Suedamerika das erste mal umfassend erfasst hat. Das ganze ging von der Organisation (name leider vergessen) aus, welche die weltweiten Roten Listen erstellt ... sehr spannend!

Heute abend fahren wir (anita, rory & me) zu einer indigenen gemeinschaft um die nacht mit einem schamanen zu verbringen und mit ihm ein ritual zu begehen. Bin schon sehr gespannt!

Alles liebe nach hause! Ich freu mich schon sehr euch alle wiederzusehen, durch wien zu schlendern und von angesicht zu angesicht zu plaudern!

Dominik


1 monat in der Taricaya Research Lodge

geschrieben von dominik in Allgemein - 2 Sep, 2007

hallo meine lieben,

nun bin ich doch schon ein Monat in der Research Lodge. Wie schnell die Zeit doch vergeht! Ich habe bisher sehr viel gelernt, die Zeit hier ist enorm bereichernd da dieses Projekt viele interessante Dinge beinhaltet. Gestern haben Anita und ich jedenfalls beschlossen noch weitere 2 wochen hier zu bleiben, da es uns beiden einfach zu gut gefaellt :)

Diese Woche habe ich mit dem Projekt-Manager gemeinsam die Installation von EcoSan Toiletten im neu zu bauenden Kuechen&Speisehaus geplant. Gemeinsam haben wir diesen Ansatz, welcher die Kompostierung der Faekalien beinhaltet, geplant und fuer die situation hier adaptiert. Naechste Woche werden wir gemeinsam die Plaene vorbereiten und den Ort bestimmen wo die Anlagen gebaut werden sollen. Die vollstaendige Umsetzung werde ich dann leider nicht mehr mitkriegen, da das neue Gebaeude erst ende Sept. fertig werden wird. Freue mich jedenfalls sehr etwas hier beitragen zu koennen!

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hitze + mosquitos + sandfliegen = eine schoene zeit?

geschrieben von dominik in Allgemein - 26 Aug, 2007

hallo meine lieben!

ich sitz hier wiedermal im internet cafe, es hat locker 35 grad gemischt mit hoher luftfeuchte und ich versuche nicht dahinzuschmelzen :) Mein ruecken und meine schultern sind komplett zerbissen von mosquitos und sandfliegen. Das einzige was gegen den immensen juckreiz hilft, ist zitronensaft, was jedoch HOELLISCH brennt ... gestern bin ich fast die wand hinaufgelaufen als anita mir den ruecken eingeschmiert hat ... aber eigentlich hab ich ja garkein recht zu jammern, da ich am freitag gemeinsam mit richard (assistent des projekt-direktors) und henry (volunteer) im fluss gesessen bin und wir eine flasche rum geleert haben - ohne t-shirt natuerlich eine ganz schlechte idee ...

so, das sind aber wohl auch die einzigen unangenehmen dinge hier :) Mir gefaellts jede woche besser, ich lerne sehr sehr viel ueber und von dem projekt und fuehre regelmaessig super spannende diskussionen mit dem projekt-manager fernando.

so, mehr faellt mir im moment nicht ein, es ist eindeutig zu heiss fuer lange geschichten :) achja, ich hab ein paar neue fotos online gestellt, diese sind rechts unten bei "galerie" und dann links oben "anzeigen" zu erreichen.

ganz liebe gruesse,

dominik

ps: gregor, du hastn mail angekuendigt? :)


die zweite woche in der Research Lodge

geschrieben von dominik in Allgemein - 18 Aug, 2007

Buenas dias meine lieben,

erstmal zur beruhigung, bei mir ist alles im lot. Mir gehts wunderbar und bis auf dass die letzte nacht recht kalt war hab ich nichts negatives zu vermelden :) hab soeben selber erst nachrichten bzgl. des erbebens erhalten .... Puerto Maldonado ist ja auch fast 3 Flugstunden von Lima entfernt ...

Meine zweite Woche beim projekt verging wie im Flug. Da eine ganze menge von freiwilligen letztes wochenende abgereist ist, sind wir derzeit nur noch zu 9. Somit ist es um einiges ruhiger und gemaechlicher, was ich eigentlich recht angenehm finde.

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Die erste Woche in der Taricaya Research Lodge

geschrieben von dominik in Allgemein - 11 Aug, 2007

hallo meine lieben,

danke fuer all die lieben mails und kommentare! freue mich sehr darueber auch etwas von daheim mitzukriegen...

Inzwischen ist eine weitere Woche meiner Reise vergangen. Ich habe die letzten 6 Tage in der Taricaya Research Lodge verbracht. Ein haufen lustiger Leute sind hier beschaeftigt, bunt gemischt aus den USA, Schottland, England, Deutschland, Frankreich und Belgien.

Mein Tagesablauf sieht so aus, dass wir um 5:45 mit Voegel-Beobachtung beginnen, dafuer gibts zwei Plattformen und eine 42m hohe Haengebruecken-Plattformen in den Baeumen. Dort werden die verschiedensten Spezies von Voegeln beobachtet, identifziert und gezaehlt.

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ankunft in puerto maldonado

geschrieben von dominik in Allgemein - 5 Aug, 2007

hallo meine lieben!

ich bin vor 2h in Puerto Maldonado im Sued-osten Perus angekommen. Bin grad unterwegs um die letzten Ausruestungsgegenstaende fuer den Dschungel zu kaufen (Mosquito-Repellent, Mosquito-Netz, ...). Um 3:00pm ist dann Aufbruch zum Projekt angesagt.

Werde also erst naechstes Wochenende von mir hoeren lassen koennen. Bin schon voll gespannt auf die Station und die Arbeit dort, bin mir sicher dass ich viel lernen und erleben werde.

dominik


zurueck aus dem regenwald

geschrieben von dominik in Allgemein - 1 Aug, 2007

Ausflug in eine andere Welt

An einem der Tage im Dschungel beschlossen Amarath, mein Tour-Guide und ich, dass wir fischen gehen wollten. Dazu erkoren wir einen See aus, den Amarath vor vier Jahren das letzte Mal besucht hatte. Wir schnappten uns zwei Kanus, nahmen die zwei aelteren Jungs unseres Gastgebers in La Libertad mit und paddelten den Rio Tigre hinab.

Wie ein Traum lag hinter einer kleinen Muendung in den Fluss besagter wunderschoener See. Das Wasser war spiegelglatt und so zeigte sich meinen entzueckten Augen ein doppeltes Panorama des dichten Regenwaldes, welcher dieses Kleinod Mutter Naturs wie ein Bild einrahmte. Schweigend paddelten wir mitten hindurch um das versteckte Haus auf der gegenueberliegenden Seite zu erreichen.

Dort angekommen erwartete uns schon der Besitzer dieses Hauses, welcher gerade Wasser schoepfte. Skeptisch musterte er uns, schliesslich war dies das Land seines indigenen Stammes und wir hatten hier nichts verloren. Nachdem wir jedoch freundlich unsere Absichten klar gemacht haben, naemlich dass wir gerne eine Nacht bleiben wuerden um etwas zu fischen, hiess er uns willkommen.

In seinem Haus, gebaut in der traditionellen offenen Holzkonstruktion mit einem Dach aus Palmblaettern, warteten schon seine drei Toechter im Alter von vier bis acht Jahren. Aengstlich und neugierig zugleich musterten sie uns und verfolgten jeden unserer Schritte genau. Wir packten erstmal unsere Sachen aus, tranken etwas Wasser und verschnauften von der zwei-stuendigen Paddelei.

Rund ums Haus wuchsen Bananen, Yucca und verschiedenste Kraeuter. Eingerahmt wurde das Grundstueck von einer dichten gruenen Mauer aus Regenwald. Als ich etwas herumspazierte um die Stimmung dieses besonderen Ortes einzufangen und die dort wachsenden Pflanzen zu begutachten, kam auf einmal das mittlere der Indio-Maedchen angelaufen. Sie bemerkte welches Interesse ich ihren Pflanzungen widmete und begann mir lachend und kichernd diese zu erklaeren. Zwar verstand ich sie nicht, jedoch war ihr kindlich-herzliches Wesen derartig verzueckend, dass ich fleissig nickte und ihr kreuz und quer durch das Grundstueck folgte. Sie zeigte mir alle Stadien von Yucca Pflanzen, ganz klein bis fast zwei Meter gross. Verschiedenste Kraeuter und Heilpflanzen durfte ich verkosten und wurde immer wieder interessiert von dem kleinen Maedchen gemustert und angestrahlt.

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kurze meldung

geschrieben von dominik in Allgemein - 23 Jul, 2007

hallo liebe leute,

bin grad am letzte sachen organisieren fuer den dschungel trip. heute abend um 7 verlaesst mein schiff den hafen und wird mich 3 tage lang den fluss hinab bringen. dort mieten wir uns ein kanu und paddeln durch die gegend, besuchen indigene, gehen fischen, etc etc. mal sehen, bin schon seeehr gespannt. Somit bin ich erst in ca 10 tagen wieder in der naehe eines internets. wuensche euch ne schoene zeit.

werde auch frueher mit meinem praktikum beginnen, da die anita nach peru nachkommt und wir gemeinsam reisen moechten, was mich sehr freut.


shamanen und der dschungel

geschrieben von dominik in Allgemein - 22 Jul, 2007

hallo meine lieben,

so, hier mal ein kleiner zwischenstand von mir. gestern bin ich mit amaranth, dem cousin meines gastgebers und gleichzeitig touristen-fuehrer herumgezogen. wir haben einen botanischen garten 60km ausserhalb von iquitos besucht und den dort lebenden shamanen leider nicht angetroffen. Wunderschoenes Gebiet um dort zu leben, total ruhig und sehr sehr viel natur. der Botanische Garten wird in kooperation mit der cambridge university betrieben. ein toller flecken erde!

Danach fuhren wir in die stadt zurueck, wo wir ein schiff checkten, welches montags in den dschungel faehrt. mit diesem werden wir 3 tage lang flussab fahren um einen indigenen stamm zu besuchen, den amaranth persoenlich kennt. Kein strom, kein fliessendes wasser (ausser im fluss *g*), kein supermarkt, keine autos. schaetze mal 95% selbstversorgung mit naturprodukten aus deren lebensraum. und vor allem: wildester dschungel! bin schon sehr gespannt. mal sehen ob ich morgen noch etwas schreibe, aber ich werd dann mal wohl fuer 2 wochen nicht an ein internet koennen.

heute ist mal ausruhen angesagt, morgen noch ein paar sachen vorbereiten und dann kanns losgehen! jipee, bin schon ganz gespannt.

lg nach oesterreich,

dominik


hola iquitos!

geschrieben von dominik in Allgemein - 20 Jul, 2007

hallo liebe leute,

nach einem problemlosen flug bin ich nun also in iquitos und somit im dschungel. Hier herrschen tropische bedingungen, was heisst dass es endlich schoen warm ist :)

Die verwandten der familie in lima haben uns total herzlich und warm aufgenommen. Ein Cousin der Familie, Ivan und seine Frau und 2 kinder, leben hier. Auch wenn sie nicht viel besitzen und eigentlich in eienr kleinen 2 zimmer wohnung leben, sind wir (sabine, nena und ich) ihnen sehr willkommen. Ivan arbeitet derzeit als ausbildner fuer die Marine, er unterrichtet Kung Fu und Schwimmen. Ein herzensguter und spiritueller Mensch. Nebenher arbeitet er als repraesentat fuer ein super spannendes projekt: und zwar moechte ein englaender hier ein sprituelles (Touristen) Zentrum aufbauen. Und zwar in Form einer Holzpyramide (42x42m !!!) mit insgesamt 4 ebenen. Dort wird es koerperliche, geistige und seelische arbeit geben und zwar aus allen ecken der welt. Die lokalen Schamanen werden auch eingebunden, sowie Yogis, Tai Chi Lehrer, etc etc. Es fehlen nur noch die letzten Bewilligungen aus Lima, dann begnnt der Bau. Ich druecke ihm alle verfuegbaren DAumen dass dieses tolle und positive Projekt funktioniert!!

Heute haben wir dann gleich mal die stadt besichtigt. Der cousin von Ivan, Amaranth spricht fliessend englisch und war einige jahre als guide taetig. Er hat uns den ganzen tag herumgefuehrt. Der gute ist mit allen moeglichen dingen beschaeftigt, unter anderem beschaeftigt er sich intensiv mit allen moeglichen heilpflanzen aus dem dschungel, hat frueher mit indigenem schmuck und kusntgegenstaenden gehandelt und arbeitet zusammen mit der hiesigen universitaet an der aufbereitung und nutzung der vielfaelftigen heilfpflanzen des dschuugels. Ein hoch interessanter kerl, mit dem ich heute viel diskutiert und geplaudert habe! In den naechsten Tagen wird er mich/uns zu einem Schamenen bringen, die Universitaet besichtigen sowie eine Dschungeltour machen. Weiters hat er mir angeboten, dass ich zu einem mit ihm befreudneten indigenen Stamm 3 Tage den Fluss hinab gehen koennte um eine Woche mit diesen zu leben. Diese sollen noch sehr abgeschieden und traditionell leben. Dies wuerde mich extrem reizen, jedoch bin ich mir nicht sicher, ob ich dies aus gruenden der kulturellen kontamination wirklich machen moechte .. mal sehn.

Ansonsten waren wir heute am Markt, wo es jede menge heilpflanzen gibt und waren verwandte in den slums besuchen. Dieses ist in der Regenzeit eine schwimmende Stadt, alles ist auf stelzen gebaut !! sehr faszinierend.

Allgemein ist die Stimmung hier in Iquitos viel freundlicher und offener als in Lima. Angeblich gibt es hier auch sehr wenig kriminalitaet gringos gegenueber und viel mehr menschen laecheln und gruessen. Duerfte halt das typische Grossstadt-fieber sein welches die menschen in lima befallen hat.

So, ich werd mal wieder rueer ins haus gehen, wo alle beisammensitzen und plaudern. Um mich herum stehen immer wieder peruanische Kinder und Jugendliche und sind ganz fasziniert von mir, oder meiner tipp-geschwindigkeit, ich weiss es nicht :)

Ich lasse von mir hoeren,

Dominik

ps: leider kann ich meinen text nicht korrekturlesen, der bildschirm ist total verschwommen und schlecht, hoffe ihr verzeiht ... :)


die ersten tage in peru

geschrieben von dominik in Allgemein - 18 Jul, 2007

hola mes amigos!

Ich freue mich sehr ueber den kommentar und jedes email, danke! An alle die im warmen sitzen: morgen flieg ich nach iquitos (=regenwald im nord-osten perus) :P

So, was ist den eigentlich in den letzten tagen so passiert. Verdammt viel eigentlich :) Am samstag sind wir etwas um die haeuser gezogen, dh salsa und reggaeton die ganze nacht! Wir waren in einer grossen discothek, wo viel getanzt, getrunken und gebloedelt wurde! Am Heimweg haben wir dann noch bei ner privat-fete vorbeigeschaut, welche von freunden meiner gastfamilie organisiert wurde. Dort gabs verdammt lauten reggaeton, viel bier und jede menge latinos und latinas am tanzen!

Dementsprechend konnte ich am sonntag erst zu mittag aufstehen. Nachmittags gingen Sabine, die Mutter des hauses(Zulema) und ich hinauf in die slums. Ganz oben, in einer kleinen wellblechhuette lebt nora mit ihren 2 toechtern. Zulema besucht sie regelmaessig und bringt ihr etwas reis und nudeln vorbei. So etwas trostloses und beruehrendes habe ich selten bisher gesehen. Zwar gibts dort oben den schoensten blick ueber lima, dafuer isses kalt und alles ist dreckig. Ueberall liegen steine und dreck herum, der hang sieht nicht sonderlich stabil aus. Wie du dir vorstellen kannst, war ich zutiefst beruehrt und auch geschockt ... es ist sehr sehr traurig, wie trostlos die zukunft fuer die kinder noras aussieht, obwohl beide sehr klug und aufgeweckt sind. Jedoch haben sie wohl kaum eine chance sich aus diesem elend zu befreien .... Den restlichen abend verbrachte ich damit, diese intensive erfahrung zu verdauen ...

Montags hatte Carlos dann einen Freund, Christian, aufgetrieben und wir drei machten die Innenstadt unsicher. Plaza des Armas, Mueso de la inquisition, la playa ... sehr viel input, viel gelaechter und kommunikations-wirr-warr mit den beiden. Abends wurde dann Sabines geburtstag gefeiert, einige nachbarn kamen vorbei, die ganze familie war anwesend und es wurde sehr sehr viel gelacht und gegessen. Ich war zutiefst beindruckt wie herzlich sabine hier integriert ist, bzw. auch ich schritt fuer schritt aufgenommen werde.

Heute besuchten carlos, christian und die zwei jungs des hauses, alvaro, roy und ich das museum der archaelogie und anthropologie. eine hoch interessante tour durch die geschichte perus mit einem fuehrer der sogar deutsch sprach wartete dort auf mich. Wirklich sehr spannend.

Ansonsten lerne ich mas o meno fleissig spanisch, amuesiere mich mit der familie und ueberlege, was ich den mit meiner zeit hier so anfangen koennte. Wie zu beginn erwaehnt, gehts morgen nach iquitos, zu verwandten von sabines gastfamilie. Dort werden wir mal bis Montag bleiben. Dschungeltouren und sicher viele eindruecke warten dort auf mich ...

Meine Cuzco Plaene habe ich erstmal. verschoben. Die Lehrer streiken naemlich derzeit, weil sie ihre (kuemmerlichen) gehaelter nicht ausbezahlt bekommen. Wie in SA so ueblich, werden solche proteste bald gewalttaetig und es gab heftige zusammenstoesse. Auch die Bevoelkerung um Cuzco und Macchu Picchu ist involviert, da die grossen gewinne des tourismus der region kaum zu gute kommen. Somit ist dies derzeit eher ein heisses pflaster. Mal sehen wie sich das die naechsten tage weiter entwickelt.

Ich hoffe es geht dir trotz hitzewelle gut, an alle reisenden schicke ich herzliche gruesse und sichere pfade!


Ankunft in Peru

geschrieben von dominik in Allgemein - 15 Jul, 2007

buenas tardes mes amigos!

wie du merkst, hab ich sogar schon etwas spanisch gelernt. Carlos, meinem Gastonkel sei Dank. Der mueht sich naemlich vormittags immer mit mir herum :) Aber zum Anfang zurueck!

Nach insgesamt 17h Flug, viel Kopfweh, 3x umsteigen, viel Flugzeug-Frass und jede Menge Nackenschmerzen vom Schlafen im Flugzeugsitz, bin ich also wirklich angekommen. Viele Zweifel und Aengste die ich waehrend des fluges so hatte, waren weggewischt als ich meinen fuss auf peruanischen Boden gesetzt hatte. Nun beginnt also das abenteuer!

Sabine war so nett, mich vom flughafen abzuholen, somit musste ich mich in meinem Zustand um nichts kuemmern. wirklich sehr sehr lieb! Jedenfalls bin ich in ihrer Gastfamilie untergebracht. Ein sehr spassiger und quierliger Haufen von Peruanern, die ne richtig feine gastfamilie bilden. Ich wurde gleich herzlich aufgenommen und habe mich inzwischen schon mit allen angefreundet :) Wie schoen, dass trotz sprachbarrieren Menschen ueberall auf der welt ein gutes Herz haben!

Gestern und heute habe ich erstmal damit verbracht, mich auszuschlafen und etwas in der Gegend herumzustreifen. Sabine, die ja fliessend spanisch spricht, uebersetzt immer fleissig und so konnten wir sogar schon politische Diskussionen fuehren.

Achja, mal ein paar hinweise um die vorstellungskraft zu fuettern: Es ist derzeit winter hier in peru, was ca 10 Grad bedeutet. Leider sind die Haeuser hier nicht isoliert, dh alle laufen staendig mit jacken herum. Fliessendes wasser gibts auch nur vormittags und das ist klarerweise kalt. was beim morgendlichen Duschen den kaffee ersetzt :)

Gut, meine zeit hier im internet cafe ist vorueber, ich lasse von mir hoeren!

hasta luego,

Dominik