Dominik in Peru

hitze + mosquitos + sandfliegen = eine schoene zeit?

geschrieben von dominik in Allgemein - 26 Aug, 2007

hallo meine lieben!

ich sitz hier wiedermal im internet cafe, es hat locker 35 grad gemischt mit hoher luftfeuchte und ich versuche nicht dahinzuschmelzen :) Mein ruecken und meine schultern sind komplett zerbissen von mosquitos und sandfliegen. Das einzige was gegen den immensen juckreiz hilft, ist zitronensaft, was jedoch HOELLISCH brennt ... gestern bin ich fast die wand hinaufgelaufen als anita mir den ruecken eingeschmiert hat ... aber eigentlich hab ich ja garkein recht zu jammern, da ich am freitag gemeinsam mit richard (assistent des projekt-direktors) und henry (volunteer) im fluss gesessen bin und wir eine flasche rum geleert haben - ohne t-shirt natuerlich eine ganz schlechte idee ...

so, das sind aber wohl auch die einzigen unangenehmen dinge hier :) Mir gefaellts jede woche besser, ich lerne sehr sehr viel ueber und von dem projekt und fuehre regelmaessig super spannende diskussionen mit dem projekt-manager fernando.

so, mehr faellt mir im moment nicht ein, es ist eindeutig zu heiss fuer lange geschichten :) achja, ich hab ein paar neue fotos online gestellt, diese sind rechts unten bei "galerie" und dann links oben "anzeigen" zu erreichen.

ganz liebe gruesse,

dominik

ps: gregor, du hastn mail angekuendigt? :)


die zweite woche in der Research Lodge

geschrieben von dominik in Allgemein - 18 Aug, 2007

Buenas dias meine lieben,

erstmal zur beruhigung, bei mir ist alles im lot. Mir gehts wunderbar und bis auf dass die letzte nacht recht kalt war hab ich nichts negatives zu vermelden :) hab soeben selber erst nachrichten bzgl. des erbebens erhalten .... Puerto Maldonado ist ja auch fast 3 Flugstunden von Lima entfernt ...

Meine zweite Woche beim projekt verging wie im Flug. Da eine ganze menge von freiwilligen letztes wochenende abgereist ist, sind wir derzeit nur noch zu 9. Somit ist es um einiges ruhiger und gemaechlicher, was ich eigentlich recht angenehm finde.

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Die erste Woche in der Taricaya Research Lodge

geschrieben von dominik in Allgemein - 11 Aug, 2007

hallo meine lieben,

danke fuer all die lieben mails und kommentare! freue mich sehr darueber auch etwas von daheim mitzukriegen...

Inzwischen ist eine weitere Woche meiner Reise vergangen. Ich habe die letzten 6 Tage in der Taricaya Research Lodge verbracht. Ein haufen lustiger Leute sind hier beschaeftigt, bunt gemischt aus den USA, Schottland, England, Deutschland, Frankreich und Belgien.

Mein Tagesablauf sieht so aus, dass wir um 5:45 mit Voegel-Beobachtung beginnen, dafuer gibts zwei Plattformen und eine 42m hohe Haengebruecken-Plattformen in den Baeumen. Dort werden die verschiedensten Spezies von Voegeln beobachtet, identifziert und gezaehlt.

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ankunft in puerto maldonado

geschrieben von dominik in Allgemein - 5 Aug, 2007

hallo meine lieben!

ich bin vor 2h in Puerto Maldonado im Sued-osten Perus angekommen. Bin grad unterwegs um die letzten Ausruestungsgegenstaende fuer den Dschungel zu kaufen (Mosquito-Repellent, Mosquito-Netz, ...). Um 3:00pm ist dann Aufbruch zum Projekt angesagt.

Werde also erst naechstes Wochenende von mir hoeren lassen koennen. Bin schon voll gespannt auf die Station und die Arbeit dort, bin mir sicher dass ich viel lernen und erleben werde.

dominik


zurueck aus dem regenwald

geschrieben von dominik in Allgemein - 1 Aug, 2007

Ausflug in eine andere Welt

An einem der Tage im Dschungel beschlossen Amarath, mein Tour-Guide und ich, dass wir fischen gehen wollten. Dazu erkoren wir einen See aus, den Amarath vor vier Jahren das letzte Mal besucht hatte. Wir schnappten uns zwei Kanus, nahmen die zwei aelteren Jungs unseres Gastgebers in La Libertad mit und paddelten den Rio Tigre hinab.

Wie ein Traum lag hinter einer kleinen Muendung in den Fluss besagter wunderschoener See. Das Wasser war spiegelglatt und so zeigte sich meinen entzueckten Augen ein doppeltes Panorama des dichten Regenwaldes, welcher dieses Kleinod Mutter Naturs wie ein Bild einrahmte. Schweigend paddelten wir mitten hindurch um das versteckte Haus auf der gegenueberliegenden Seite zu erreichen.

Dort angekommen erwartete uns schon der Besitzer dieses Hauses, welcher gerade Wasser schoepfte. Skeptisch musterte er uns, schliesslich war dies das Land seines indigenen Stammes und wir hatten hier nichts verloren. Nachdem wir jedoch freundlich unsere Absichten klar gemacht haben, naemlich dass wir gerne eine Nacht bleiben wuerden um etwas zu fischen, hiess er uns willkommen.

In seinem Haus, gebaut in der traditionellen offenen Holzkonstruktion mit einem Dach aus Palmblaettern, warteten schon seine drei Toechter im Alter von vier bis acht Jahren. Aengstlich und neugierig zugleich musterten sie uns und verfolgten jeden unserer Schritte genau. Wir packten erstmal unsere Sachen aus, tranken etwas Wasser und verschnauften von der zwei-stuendigen Paddelei.

Rund ums Haus wuchsen Bananen, Yucca und verschiedenste Kraeuter. Eingerahmt wurde das Grundstueck von einer dichten gruenen Mauer aus Regenwald. Als ich etwas herumspazierte um die Stimmung dieses besonderen Ortes einzufangen und die dort wachsenden Pflanzen zu begutachten, kam auf einmal das mittlere der Indio-Maedchen angelaufen. Sie bemerkte welches Interesse ich ihren Pflanzungen widmete und begann mir lachend und kichernd diese zu erklaeren. Zwar verstand ich sie nicht, jedoch war ihr kindlich-herzliches Wesen derartig verzueckend, dass ich fleissig nickte und ihr kreuz und quer durch das Grundstueck folgte. Sie zeigte mir alle Stadien von Yucca Pflanzen, ganz klein bis fast zwei Meter gross. Verschiedenste Kraeuter und Heilpflanzen durfte ich verkosten und wurde immer wieder interessiert von dem kleinen Maedchen gemustert und angestrahlt.

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